Von Studenten für Studenten

Von Studenten für Studenten

Von Andrea Nguyen

Fünf Impulse zu Religion, Politik und Rechtspopulismus - fünf leidenschaftliche Diskussionen

"Eine Nicht-Konferenz abhalten", das stand auf unserer Agenda für den 10. November 2018, einen Tag nach dem Schicksalstag der deutschen Geschichte, dem 9. November. "Uns", das ist eine eng zusammenarbeitende Gruppe von Studierenden und Angehörigen der Universität des Saarlandes, die in diesem Jahr im Rahmen des Eine Uni - ein Buch-Projekts (https://www.uni-saarland.de/page/unibuch/start.html) zahlreiche Veranstaltungen ins Leben riefen, um den politisch-demokratischen Diskurs auf unserem Campus zu beleben. 

Unser Antrieb war es dieses Mal ein Forum zu bieten, in dem die individuellen Zugänge eines jeden Teilnehmers zu der Frage, wie das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen erlebt wird und welche Position gesellschaftliche Institutionen wie Parteien und Kirchen dazu beziehen sollten, Platz finden und diskutiert werden konnten.

Eine Nicht-Konferenz, ein Bar Camp, in dem jeder Teilnehmende nach seinem eigenen Erkenntnisinteresse informieren und sich informieren lassen sowie mitdenken und -diskutieren kann, schien uns die beste Möglichkeit zu bieten, unser Anliegen zu verwirklichen.

Und tatsächlich wurden verschiedenste Zugänge gewählt, die eine breite Diskussion nach sich zogen: „Provoziert der Rechtspopulismus in Deutschland einen ‚großen Knall‘, der unser demokratisches System irgendwann zerstört?“, „Welche Ziele verfolgt die Identitäre Bewegung und wie geht sie vor?“, „Inwiefern ist die CDU eine christliche Partei?“, „Soll Fußball politische Statements setzen (dürfen)?“, „Was will die AfD eigentlich wirklich?“

Das Fazit der Studierenden: Wenn wir die Gesellschaft auffordern, über den Einfluss diskriminierender und rechtspopulistischer Kräfte in unserem Alltag zu wachen, sind wir zuallererst selbst gefordert.

Unser Fazit: Wer demokratisches Engagement fördern will, muss Formate bieten, die demokratische Selbstwirksamkeit zulassen.