theologie.geschichte, Bd. 8 (2013)

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theologie.geschichte - Zeitschrift für Theologie und Kulturgeschichte

Alexandra Kaiser

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Selbstbestimmtes Leben von Frauen in der DDR der 1970er/1980er Jahre


Am 6. März 2013 fand im Veranstaltungssaal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin anlässlich des „Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ eine Podiumsdiskussion zum Thema Frauen in der DDR der 1970er/1980er Jahre statt. Unter dem Titel „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht! Selbstbestimmtes Leben von Frauen in der DDR der 1970er/1980er Jahre“ wurde vor allem der Lebensalltag der Frauen, der von den offiziellen Vorgaben in jener Zeit abwich, betrachtet. Wie lebten Frauen in der DDR zu dieser Zeit, wie sah ihr Alltag aus, und was bewegte sie dazu,  in Opposition zur SED-Diktatur zu treten.

Die Teilnehmerinnen wurden von der Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Dr. Anna Kaminsky begrüßt, die in einem kurzen Vortrag in das Thema einführte.

Kaminsky beschrieb den Alltag von Frauen in der DDR der 1960er bis 1980er Jahre. Dieser war geprägt von harter Arbeit. In den 60er Jahren betrug die Arbeitszeit der Frauen 43 Stunden pro Woche, hinzu kamen nochmals etwa 42 Stunden, die sie für die Führung ihres Haushaltes aufbringen mussten. Erst allmählich wurde die Sechs- Tage-Woche durch eine Fünf-Tage-Woche ersetzt und die 43-Stunden-Woche für Mütter von mindestens zwei Kindern auf 40 Stunden pro Woche reduziert. Zwar bestand gerade in den größeren Städten eine 100prozentige Versorgung der Kinder in Betreuungszentren, in den kleineren Städten betrug der Versorgungsgrad etwa 80 Prozent. Allerdings waren die Bedingungen in den Betreuungszentren für Kinder so schlecht, dass die Mütter permanent von einem schlechten Gewissen gequält wurden:  Die Gruppen waren zumeist stark überfüllt und die Kinder mussten bereits vor Arbeitsbeginn der Mütter (also vor sieben Uhr morgens) abgegeben werden. Darüber hinaus beeinflussten fragwürdige Erziehungsmethoden und Ideologien die Entwicklung der Kinder.

Gleichberechtigung von Frauen und Männern wurde in der DDR zu dieser Zeit vor allem so verstanden, dass Frauen in den Arbeitsalltag zu integrieren seien, um den Mangel an Arbeitskräften auszugleichen. Frauen sollten im Beruf „ihren Mann stehen“. Weitere politische bzw. soziale Forderungen und Erwartungen hinsichtlich der Gleichberechtigung von Frauen gab es nicht. Das Leitbild dieser Zeit war die vollberufstätige Mutter. Die SED legte dabei die Anforderungen, die eine Frau zu erfüllen hatte, um emanzipiert und gleichberechtigt in der DDR anerkannt zu werden, fest. Hierzu gehörten eine möglichst umfassende Integration in die Arbeitswelt, berufliche Bildung und Weiterbildung, eine möglichst breite Mitwirkung am gesellschaftlichen und politischen Leben, welches jedoch ausschließlich von der SED bestimmt und kontrolliert wurde. Abweichendes Verhalten von Frauen, wie beispielsweise das Hausfrauendasein oder Teilzeitarbeit, wurde nicht akzeptiert. Dennoch blieben Frauen von politischen Ämtern und anderen Führungspositionen, sowie Professorenstellen ausgeschlossen und leisteten lediglich Zubringerarbeiten für die Männer. Vorurteile und Klischees, wie diejenigen, dass Frauen aufgrund ihres geringeren Selbstbewusstseins nicht in der Lage seien, Führungsrollen auszufüllen, und außerdem häufiger ausfielen als Männer, erwiesen sich als sehr langlebig. Erst in den 1980er Jahren änderten sich diese Einschätzungen, wobei Frauen auch in dieser Zeit der Weg in Leitungsfunktionen weiterhin versperrt wurde.

In den 1970er und 1980er Jahren setzte bei den Frauen jedoch ein Wandel ein. Frauen reagierten mit Geburtenverweigerung und lehnten das Arbeitsleben ab. Die SED versuchte dem entgegenzuwirken und ermöglichte den Frauen, anstatt ein halbes Jahr nun ein ganzes Jahr nach der Geburt eines Kindes zu Hause zu bleiben.

Nach 1989 bewertete man die Rolle der Frauen im Berufsleben allerdings durchweg als positive Seite des Lebens in der Diktatur. Die Situation in der DDR galt als Musterbeispiel für Gleichberechtigung. Die Frauen  befanden sich jedoch nach 1989 zwischen ideologischen Fronten, die in dieser Form vorher nicht bekannt waren. Einerseits profitierten sie von dem neuen Frauenbild in der DDR  und identifizierten sich mit ihren neuen Aufgaben, andererseits sahen sie sich aber nun Vorwürfen gegenüber ihrem Selbstbild und ihrem Rollenverständnis ausgesetzt, wie z.B. dem Vorwurf,  „Rabenmütter“ zu sein. Gleichzeitig wurde ihnen von westdeutschen Frauenbewegungen mangelndes politisches Engagement vorgeworfen.

Robert Ide, Leiter der Berlin/Brandenburg-Redaktion beim Tagesspiegel übernahm nach dem Vortrag die Moderation. Er begann mit einer Vorstellungsrunde der Podiumsteilnehmerinnen, die in der damaligen DDR lebten und den Spagat zwischen Familie und Karriere in besonderem Maße miterlebten und sich in der Opposition in der DDR engagierten.

Heidi Bohley, geboren 1950 in Görlitz, wurde als eine der Gründerinnen und treibende Kraft für die Oppositionsbewegung Frauen für den Frieden in der DDR vorgestellt, ebenso war sie im 1989 gegründeten Neuen Forum tätig. Auch als das Neue Forum als verfassungs- und staatsfeindlich deklariert wurde, hielt sie Stand. Durch ihr Engagement hatte sie berufliche und andere Schikanen zu ertragen. Heute engagiert sie sich in der Organisation Zeit-Geschichte(n) in Halle und spricht von der Erinnerungsarbeit, die ihr Verein leistet. Sie behandelt Themen, wie Nationalsozialismus, Stalinismus, Sozialismus und die Nachwirkungen der Diktaturen.

Das Neue Forum (Abkürzung NF) war die erste landesweite Oppositionsbewegung in der DDR außerhalb der evangelischen Kirche. Am 9. und 10. September wurde der Gründungsaufruf „Aufbruch 89“ von Bärbel Bohley, Rolf Henrich, Jens Reich und Katja Havemann unterzeichnet. Das NF forderte den Dialog über demokratische Reformen, der mit der Unterstützung möglichst breiter Bevölkerungskreise eine Umgestaltung der Gesellschaft zum Ziel hatte, und setzte sich vor allem für freie und demokratische Wahlen ein.[1]

Tina Krone, geboren 1957 in Haldensleben, gehörte ebenfalls zur Friedensbewegung. Sie beendete ihr Studium zur Diplomlehrerin und arbeitet ab 1982 als Lehrerin in Berlin, wurde 1985 jedoch als Erzieherin in einem Hort einer Hilfsschule eingesetzt, was mit einem Berufsverbot gleichzusetzen war. Krone war Mitglied in verschiedenen Gruppen der DDR-Opposition, wie beispielsweise Frauen für den Frieden, Friedenskreis Friedenfelde und ebenfalls Mitglied im Neuen Forum. Hier war sie außerdem Frauensprecherin im Republiksprecherrat. Seit 1992 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Archivleiterin der Robert-Havemann-Gesellschaft und seit 2005 in die Expertenkommission zur Schaffung eines Geschichtsverbundes „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ berufen.

Margitta Kupler wurde 1961 in Berlin geboren. Bereits als Schülerin erlebte sie die Unterdrückung durch die SED, die den Klassenkameraden eines Demonstranten verbot, Unterschriften für dessen Freilassung zu sammeln und Druck auf die Klasse ausübte. Weil sie ihre Unterschrift nicht zurückziehen wollte, erhielt sie einen Schulverweis, angeblich weil sie einen West-Parker getragen hatte. Im Herbst 1989 betreute sie das Kontakttelefon der DDR-Opposition in Berlin-Weißensee, bei dem Oppositionelle aus dem ganzen Land anrufen und von Übergriffen berichten konnten. Diese Informationen wurden gesammelt und teilweise an die Presse und Medien des Westens weitergegeben. Beim Zentralen Runden Tisch gehörte sie zur AG Sicherheit und kümmerte sich vor allem um die Auflösung des ostdeutschen Geheimdienstes. Heute arbeitet sie in der Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie junge Menschen bei ihrer Lebensplanung unterstützt.

Katrin Hattenhauer wurde 1968 in Nordhausen geboren. Auch sie gehörte Ende der 80er Jahre der DDR-Opposition an und demonstrierte im September 1989 „Für ein offenes Land mit freien Menschen“ in Leipzig. Die Demonstration wurde niedergeschlagen. Bei der darauffolgenden Montagsdemonstration, die in diesen Wochen entstanden waren, wurde sie mit anderen Demonstranten gezielt festgenommen und im Oktober 1989 fünf Wochen lang in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt festgehalten. Durch ihr oppositionelles und kirchliches Engagement war sie in der DDR bekannt. Heute wohnt sie in Wilmersdorf, ist dort Künstlerin, macht Installationen bei Kirchentagen und führt immer wieder Projekte mit Jugendlichen zur Rezeption der Friedlichen Revolution durch..

Barbara Sengewald wurde 1953 in Chemnitz geboren. Sie hatte Ende der 70er Jahre das erste Mal Kontakt zu oppositionellen Kreisen und engagierte sich in Frauengruppen, die sich für die Demokratisierung und die Bildung einer DDR-weit vernetzten Frauenbewegung einsetzte. Im Herbst 1989 war sie Mitbegründerin des Neuen Forums und engagierte sich bei der evangelischen Kirche in Erfurt in Frauengruppen in der offenen Arbeit, was ihr Schwierigkeiten an ihrem Arbeitsplatz bei den städtischen Verkehrsbetrieben einbrachte. Sie wechselte daraufhin in die Buchhaltung einer Handwerksgenossenschaft.

Heute ist sie als Betriebswirtin und Beratungsstellenleiterin eines Lohnsteuerhilfevereins tätig und kümmert sich ehrenamtlich bei der Gesellschaft für Zeitgeschichte um die Aufarbeitung der Vergangenheit in Thüringen und die Errichtung einer Bildungs- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt in Erfurt.

Moderator Robert Ide stellte die Frage, wie es war, in der DDR zwischen 1970 und 1980 Kinder zu bekommen und inwieweit die Kinder staatlich erzogen werden sollten. Waren vielleicht gerade die Kinder der Grund für die Opposition der Frauen oder hat man ihnen vielleicht zu viel zugemutet?

Tina Krone, berichtete, dass man, wenn man kleine Kinder hatte, immer im Zwiespalt war zwischen dem, was man den Kindern zumuten konnte und was nicht.
Ihre Idee, Kinder nicht nur in kirchlichen Horten, sondern auch in staatlichen Einrichtungen unterzubringen, um dort als oppositionelle Elterngruppe etwas zu bewegen, zeigt sich aus heutiger Perspektive als Illusion. Auch die Sorge um die Gesundheit der eigenen Kinder, die beispielsweise keine extrem jodhaltigen Lebensmittel oder verseuchte Milch zu sich nehmen sollten, führte in der DDR zu ständigen Vorladungen bei Direktor oder Hortvorsitzendem, erläuterte Krone.

Die anderen Podiumsteilnehmerinnen sprachen ebenfalls von Erfahrungen, wie sie von Seiten des Staates blockiert und behindert wurden. Sie durften teilweise weder studieren noch den gewünschten Beruf ausüben. Es blieb ihnen zudem verwehrt, in Führungspositionen aufzusteigen.

Immer wieder habe es geheißen: „Eine Frau muss ihren Mann stehen“. Dies charakterisiere deutlich das Frauenbild jener Zeit. Alles war vermännlicht. Eine Frau war Abteilungsleiter, nicht Abteilungsleiterin. Es gab lediglich die männliche Form, was teilweise von den Frauen jedoch nicht negativ wahrgenommen wurde. Erst Frauengruppen machten darauf aufmerksam. Dies wiederum führte dazu, dass die Frauen, die nun die weibliche Form verwendeten, dafür oftmals schief angesehen wurden.

Nur Frauen, die ihren „Mann standen“ und „Männerarbeit“ verrichteten, konnten überhaupt beruflich weiter kommen, alle anderen nicht, stellte Barbara Sengewald fest. Im Laufe der 1970er und 1980er Jahre empfanden die Frauen diese Diskrepanz immer stärker und setzten sich daher mit der Sprache und dem Frauenbild der DDR auseinander. Gleichberechtigung habe nur darin bestanden, dass Frauen auch Kranführer werden durften. Frauen landeten damals jedoch allenfalls in der Produktionshalle, aber nie in Positionen, die ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten entsprachen, ergänzte Kupler.

Bohley verdeutlichte, dass es in der DDR, wie in allen Diktaturen, vorgegebene Koordinaten gab, wie man sich zu verhalten hatte. Der einfachste Weg war es, sich diesen vorgegebenen Koordinaten unterzuordnen, was die meisten Menschen in der damaligen DDR auch taten. Wollte man jedoch sein Leben selbst gestalten, musste man für sich die Koordinaten neu festlegen. Dies führte, sofern man nicht den staatlichen Vorgaben entsprach, zwangsläufig zu persönlichen Konflikten, eventuell sogar zu staatlichen Repressalien.

Nach Bohley lag es den Frauen fern, aus einem feministischen Interesse heraus Frauengruppen zu bilden. Frauengruppen schlossen sich in der DDR meist aus Angst zusammen. Man suchte nach anderen Frauen, die gleiche Probleme hatten oder ähnlich empfanden wie man selbst. Die Art und Weise des Umgangs miteinander und die Erfahrungen, die man bei diesen Treffen machte, führten zum festen Zusammenschluss von Frauengruppen, wobei sie jedoch immer aus einer Notsituation heraus entstanden. Frauengruppen wurden nicht explizit als solche deklariert, sondern bildeten sich spontan.

Hettenhauer ergänzte, dass es kein separatistisches Agieren von Frauengruppen gab. Vielmehr waren sie Teil der Friedensbewegungen und bildeten mit anderen Bewegungen zusammen ein buntes Netz ohne Führungsfigur. Sie wollten einfach Veränderungen bewirken.

Die Arbeit in Frauengruppen der DDR war nicht ausschließlich verbunden mit Frauenthemen; auch politische Themen wurden debattiert. Viele Frauen (Berliner Gruppe) hatten Angst davor, Opfer eines dritten Krieges zu werden und eine große Wut auf das politische Mitspracheverbot.

Kupler ergänzte: Das Frauenspezifische war, dass man ein Thema besetzt hatte, das für Frauen nicht vorgesehen war. Dabei sei aufgefallen, dass Frauen einfach schneller handelten, was Sengewald bestätigte. Es habe aber auch einige Themen gegeben, über die man sich einfach lustig gemacht habe, warf Bohley ein. Alles was diskutiert wurde, habe politisch sein müssen. Aber selbstverständlich seien auch Frauenthemen besprochen worden, weil sie ja eben Frauen seien. Der Feminismus stand aber nicht im Zentrum.

Sengewald erklärte, dass die Situation in Erfurt etwas anders ausgesehen habe. In der evangelischen Kirche innerhalb der offenen Arbeit eine Frauengruppe. Frauen kamen zu DDR-Zeiten in der großen Gruppe nicht zu Wort: „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht“. Auch konnten viele Frauen zu bestimmten Zeiten  nicht an politischen Treffen teilnehmen, da sie ihre Kinder versorgen mussten. Die Treffen der Frauengruppen fanden daher in den Wohnungen von Müttern mit kleinen Kindern statt, um so Rücksicht auf die Umstände zu nehmen. Die Frauengruppe gab ihren Mitgliedern eine gewisse Sicherheit. So war gesichert, dass sich z.B. im Falle einer Inhaftierung die anderen Mitglieder um die Kinder kümmerten und dafür sorgten, dass diese nicht in staatliche Obhut gelangten. Die Frauen erfuhren hier zudem sehr große menschliche Nähe.

Kupler berichtete, dass sie eine pädagogische Ausbildung bei der Kirche machen wollte, die Diakonenausbildung in Berlin damals aber nur für Männer vorgesehen war. Erst nach der Wende stand sie auch Frauen offen. Sie habe hauptberuflich Mutter sein wollen und fand dann eine Möglichkeit, nebenberuflich eine Ausbildung zur Diakonin zu beginnen. Sie war anschließend die erste Frau in Ostberlin, die eine Vollzeitstelle in der Jugendarbeit hatte und nicht in die Arbeit mit Kindern „abgeschoben“ wurde.

Moderator Ide wollte wissen, ob sich das Frauenbild sehr geändert habe. Die Antwort lautete, dass sich das Frauenbild nicht oder zumindest nicht wesentlich geändert habe. Frauen müssten nicht mehr berufstätig sein, aber auch dies sei wieder im Wandel. Nach 1989 seien berufstätige Frauen als Rabenmütter bezeichnet. Festzuhalten ist an dieser Stelle jedoch, dass die Berufstätigkeit von Frauen in den neuen Bundesländern höher als in den alten ist.

Abschließend wurde festgehalten, dass die Rolle der Frau immer von der Gesellschaft bestimmt wird. Es gehe nie wirklich darum, was  die Frauen wirklich möchten, sondern darum:  Wie nutzt man die Frau für die Gesellschaft? Solange dies die entscheidende Perspektive sei, könnten Frauen kein selbstbestimmtes Leben führen. Stattdessen müsse den Frauen die Möglichkeit gegeben werden, eigene Entscheidungen zu treffen und alle Konsequenzen zu tragen.

Mir persönlich ist deutlich geworden, dass es zahlreiche Frauen gab, die sich gegen die Vorgaben und das von der Regierung gewünschte Verhalten sträubten und dass die Podiumsteilnehmerinnen ein großes Risiko eingingen, um gegen die Missstände in der damaligen DDR vorzugehen.
Meiner Einschätzung nach hätte jedoch deutlicher herausgestellt werden können, wie der Alltag oppositioneller Frauen in der DDR aussah, was sie von den anderen Frauen unterschied. Gerne hätte ich auch mehr erfahren, wie sich diese Opposition artikulierte und wie sie sich auf die Verhältnisse ausgewirkt hat.

Ein Mitschnitt der Podiumsdiskussion ist auf der Internetseite der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nachzuhören.
http://bundesstiftung-aufarbeitung.de/veranstaltungsnachlese-2013-3988.html?id=2013


Zur Autorin: 
Alexandra Kaiser, geb. 1989, ist Studentin der Katholischen Theologie und der Sportwissenschaft. Sie verfasste diese Miszelle im Rahmen eines Stipendiums der Studienstiftung Saar.


[1]  http://www.hdg.de/lemo/html/DieDeutscheEinheit/WandelImOsten/neuesForum.html

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