Archiv

2017

Titelseiten

Nr. 9 (2017)

Der Band vereinigt die Vorträge einer internationalen, interdisziplinären Tagung zum Thema "Diskurse über‚ Form‘, ‚Gestalt‘ und ‚Stil‘ in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts", die vom 16. bis 18. Januar 2015 als sechste Tagung der Reihe "Theologie und Vergangenheitsbewältigung" im Robert-Schuman-Haus in Trier stattfand. Vertreter/innen der Geschichtswissenschaft, Theologie, Pädagogik, Germanistik, Psychologie und Kunstgeschichte diskutierten über die Verschränkung dieser Diskurse und ihre Bedeutung in erkenntnistheoretischen Ansätzen, im Kontext politischer Bewegungen, in der Kunst, in Psychiatrie und Pädagogik, sowie in religiösen und spirituellen Diskursen und deren Nähe zu völkischer Ideologie.

2014

Titelseiten

Nr. 8 (2014)

Der Band vereinigt die Vorträge einer internationalen, interdisziplinären Tagung zum Thema "Genderspezifische Aspekte der Aufarbeitung der Vergangenheit", die vom 11. bis 13. Januar 2013 als fünfte Tagung der Reihe "Theologie und Vergangenheitsbewältigung" im Robert-Schuman-Haus in Trier stattfand. Vertreter/innen der Geschichtswissenschaft, Theologie (evangelisch und katholisch), Pädagogik, Germanistik und Kunstgeschich - te diskutierten über die historisch konstruierte, kulturell geregelte und subjektiv angeeignete Bedeutung der Geschlechterdifferenz (Joan W. Scott) im Blick auf ausgewählte Fragen einer Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des sog. real existierenden Sozialismus/ Stalinismus. Dabei standen insbesondere das Konzept der hegemonialen Männlichkeit und genderspezifische Aspekte der Opfer-Täterproblematik und des Widerstandes im Spiegel von Erinnerung und Aufarbeitung im Fokus der Diskussion.

2013

Titelseiten

Nr. 7 (2013)

Hat Nuntius Eugenio Pacelli antisemitische Nuntiaturberichte während der Münchner Räterepublik verfasst? Verharmlosten protestantische Geistliche die Ermordung der 21 katholischen Gesellen durch die Weiße Garde 1919? War der Münchner Erzbischof Michael von Faulhaber ein Kriegshetzer? Warum traten Mathilde und Erich Ludendorff aus der evangelischen Kirche aus und gründeten ihre eigene völkisch-religiöse Bewegung? Wieso kam "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth erst so spät in München zur Aufführung? Bewältigt die Katholische Kirche unbewusste Schuldgefühle gegenüber früher ausgegrenzten, in Auschwitz ermordeten Menschen durch ihre späte Verehrung als Märtyrer? Musste in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern erst ein Generationenwechsel kommen, damit sie sich der NS-Vergangenheit ungeschminkt stellen konnte?

Der Münchner Arbeitskreis Katholizismus-/Protestantismusforschung widmet sich in acht Beiträgen aus interdisziplinärer Perspektive kritischen Fragen zur Münchner Geschichte zwischen der Novemberrevolution von 1918 und dem Jahr 2012. Unter Auswertung bislang unbeachteter und neu zugänglicher Quellen kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu bemerkenswerten Ergebnissen, die wertvolle Impulse für weitere Forschungen liefern.

2012

Titelseiten

Nr. 5 (2012)

Der Band vereinigt die Vorträge einer internationalen, interdisziplinären Tagung zum Thema Doppelte Vergangenheitsbewältigung und die Singularität des Holocaust, die im Januar 2011 in Trier durchgeführt wurde. Vertreter/ innen der Geschichtswissenschaft, Theologie (evangelisch und katholisch), Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte diskutierten, wie die Debatten um die Einzigartigkeit des Holocaust aus heutiger Perspektive betrachtet werden können, ob Vergleiche von Diktaturen und Verbrechen zu einer Relativierung des Holocaust führen, ob die Aufarbeitung der einen Vergangenheit die der anderen beeinträchtigt u.a.m.. Dabei zeigte sich, dass die beidenTagungsschwerpunkte Doppelte Ver gangen heits bewältigung“und Singularität des Holocaust engmiteinander verflochten, die verschiedenen wissenschaftlichen und politischen Diskurse aber nicht inentsprechender Weise miteinander verbunden sind.
Titelseiten

Nr. 4 (2012)

Als Papst Benedikt XVI. 2009 die Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft aufhob und eine Rückkehr dieser Splittergruppe in die katholische Kirche in Aussicht stellte, wuchs auch die Sorge um den Stellenwert des Zweiten Vatikanischen Konzils, welches die Piusbrüder ablehnen, innerhalb der Kirche. Der Autor geht der Frage nach, welche Kritikpunkte und Ressentiments die Lefebvre-Anhänger gegen das Konzil vorbringen und verdeutlicht dies an den drei Konzilsdokumenten zur Offenbarung (Dei Verbum), zur Religionsfreiheit (Dignitatis humanae) und zum Ökumenismus (Unitatis redintegratio). Weiterhin wird gezeigt, welche Gefahren eine Wiederaufnahme der 'Traditionalisten' in die Kirche birgt.

2011

Titelseiten

Nr. 3 (2011)


Zu seinen Lebzeiten gehörte der Tübinger Dogmatiker Karl Adam zu den bekanntesten und einflussreichsten katholischen Theologen Deutschlands. Späteren Generationen galt er als Erneuerer der katholischen Theologie und Vorläufer des Zweiten Vatikanischen Konzils. Seine tiefe Verstrickung in den Nationalsozialismus ist lange verdrängt worden. Adam begeisterte sich für Adolf Hitler und das neue Lebensgefühl, das er in der nationalsozialistischen "Bewegung" zu spüren glaubte. Schließlich wurde er Mitglied in einer konspirativen Gruppe nationalsozialistischer Priester und ließ seine Theologie letztlich stärker von Kategorien wie "Volk" und "Rasse" bestimmen als von der christlichen Botschaft.
Zur Autorin: Dr. Lucia Scherzberg ist Professorin für Systematische Theologie an der Universität des Saarlands. 2001 wurde sie mit einer Arbeit über Karl Adam in Tübingen habilitiert.

2010

Titelseiten

Nr. 2 (2010)

Gab es einen katholischenWiderstand? Ist der Begriff „Widerstand“ überhaupt geeignet, um das Verhältnis von Katholizismus und Nationalsozialismus zu beschreiben? Die Kontroversen um Katholizismus und Kirche im NS-Regime klingen auch 65 Jahre nach der Befreiung Deutschlands nicht ab. Doch obwohl die Erforschung des ‚Dritten Reiches‘ stark von öffentlich ausgetragenen Debatten profitiert hat, dominiert im Bereich der Katholizismusforschung ein in Lagern arbeitendes und denkendes Forschungsverhalten:
Kontroversen werden so eher in Fußnoten als auf dem Podium ausgetragen. Diesem Muster folgte der Schwerter Arbeitskreis für Katholizismusforschung (SAK) bewusst nicht, sondern brachte auf seiner Generaldebatte, aus der dieser Sammelband hervorgegangen ist, unterschiedliche Positionen und methodische Neuansätze zusammen. Die Beiträge geben damit wertvolle Impulse, ein scheinbar alt bekanntes Thema aus einer veränderten Perspektive neu anzugehen.
Titelbild: t.g Beihefte 1/2010

Nr. 1 (2010)

Gemeinschaft – dieses „magische Wort der Weimarer Zeit“
(Kurt Sontheimer) – scheint bis heute ein unverzichtbarer
Begriff zu sein, um das Miteinander von Menschen zu beschreiben.
Vereine, Kirchengemeinden, politische Gruppen,
Betriebe, Kindergärten, Schulen und selbst internationale
Organisationen von Staaten verstehen sich als „Gemeinschaft“
oder werden als solche bezeichnet. Dabei ist der Begriff
in Deutschland aufgrund der Volksgemeinschaftsideologie
des Nationalsozialismus erheblich vorbelastet. Spielt diese
Vorgeschichte heute noch eine Rolle – ist Gemeinschaft
ein Begriff, den man in Wissenschaft und Praxis lieber vermeiden
sollte?


1 - 9 von 9 Treffern