Nr. 1 (2010)


Titelbild: t.g Beihefte 1/2010
Gemeinschaft – dieses „magische Wort der Weimarer Zeit“
(Kurt Sontheimer) – scheint bis heute ein unverzichtbarer
Begriff zu sein, um das Miteinander von Menschen zu beschreiben.
Vereine, Kirchengemeinden, politische Gruppen,
Betriebe, Kindergärten, Schulen und selbst internationale
Organisationen von Staaten verstehen sich als „Gemeinschaft“
oder werden als solche bezeichnet. Dabei ist der Begriff
in Deutschland aufgrund der Volksgemeinschaftsideologie
des Nationalsozialismus erheblich vorbelastet. Spielt diese
Vorgeschichte heute noch eine Rolle – ist Gemeinschaft
ein Begriff, den man in Wissenschaft und Praxis lieber vermeiden
sollte?