Regest 1507-12-29 (nach) Saarbrücken

Datum: 29 Dezember 1507

Inhalt

Der kaiserliche Notar und derzeitige kerpische und helmstattische Amtmann zu Saarbrücken Clemens beglaubigt die Abschrift einer Aufstellung der adeligen Herkunft der Elisabeth von Wolfstein und deren Heiratsvertrag: Elisabeth von Wolfstein, als einzige und letzte Namensträgerin, ist 1507 mit Bernhard von Kerpen verheiratet worden. Johann von Wolfstein, ihr Stammvater, hat 1390 gelebt und 1417 Agnes von Rollingen zur Ehe gehabt, die Tochter des edlen Georg von Rollingen und der Enichen von Kastel. Beleg dafür ist eine Urkunde von 1417, am Sonntag vor Maria Magdalena, in der Georg und Enichen erklären, ihrem Schwiegersohn Johannes von Wolfstein und ihrer Tochter Agnes eine Summe schuldig zu sein, die in der gekürzten Kopie nicht genannt wird. Die Urkunde lag zum Zeitpunkt der Aufzeichnung mit zwei unverletzten Siegeln aus grünem Wachs vor. Agnes und Johannes von Wolfstein haben einen Sohn namens Johannes gehabt, der 1422 mit Anna von Sötern verheiratet war nach Ausweis einer Wittumsurkunde vom Mittwoch nach Lichtmess 1422 (d.h. 1423 Metzer Stil), die mit einem grünen und einem roten Wachssiegel unversehrt vorlag, und in der er seine Ehefrau mit verschiedenen Gütern, die in der gekürzten Kopie nicht aufgeführt sind, bewidmet. Am Sonntag nach Neujahr des gleichen Jahres geschah die Zustimmung zur Ehe durch eine Urkunde der Brüder Friedrich und Johann von Sötern und der Anna von Hunolstein, Johanns Ehefrau, deren älteste Tochter Enichen war. Johann von Wolfstein hat nach dem Tode seiner Ehefrau Margarethe von Elter in zweiter Ehe geheiratet. Aus einer Schlichtung vom Georgstag 1466 zwischen Heinrich von Sötern dem Alten einerseits und Johann von Wolfstein andererseits, ergibt sich, dass Margarethe von Elter in 2. Ehe Heinrich von Sötern geheiratet hat, der + Johann von Wolfstein ihr Stiefsohn war und sie Lamprecht und Elsgin als Kinder aus ihrer Ehe mit Johann von Wolfstein hatte. Für Heinrich von Sötern den Jungen, der kein eigenes Siegel hat, siegelt Johann Rübesame von Merenberg. Johann von Wolfstein hat aus seiner ersten Ehe mit Anna von Sötern also einen Sohn Johann gehabt, der seinerseits wiederum Anna Mönch von Buseck geheiratet hat, die er am Martinstag 1478 bewidmet hat. Aus dieser Ehe stammt die einzige Erbin Elisabeth, die am Mittwoch nach Weihnachten mit Bernhard von Kerpen, dem Sohn des Ritters Jakob von Kerpen, vermählt wurde gemäß der in Saarbrücken abgeschlossenen Heiratsverabredung, die Jakob für seinen Sohn und Johann für seine Tochter geschlossen haben. Mit diesen siegeln ihre Vettern und Schwäger Konrad und Adam Beyer von Boppard, Kaspar von Kerpen , Jakob von Haraucourt , Anthis von Sötern, Friedrich von Hagen und Paulus Fust von Stromberg.

Archive

  • LHAKo Best. 54 W Nr. 771 - Notariell beglaubigte Abschrift 16. Jh., Papier; RV: Ad probationem Christophori ab Eltz ratione des standes Wolffsstein (17. Jh.); Wolffsteinisch adlich geschlechtts probation durch herkommen betreffend (16. Jh.) - (Ed)