Regest 1536-10-10

Datum: 10 Oktober 1536

Inhalt

Friedrich, Herr zu Eltz, reversiert sich gegen Graf Johann Ludwig zu Nassau-Saarbrücken gemäß dessen eingerücktem Lehnsbrief vom gleichen Tag über seine Belehnung von wegen seiner Frau Dorothee von Löwenstein , Tochter des + Johann von Löwenstein , sowie aufgrund eines Urteils des Lehens- und Manngerichtes der Grafschaft Saarbrücken vom 22. Juni des Jahres mit einem Saarbrücker Burglehen in der Nachfolge von Emmerich von Löwenstein dem Alten [sic] und danach von seinem Sohn Johann von Löwenstein , dem Schwiegervater ( Schweher ) des Ausstellers. Allerdings erhält Friedrich zu Eltz aufgrund eines schon zwischen + Johann von Löwenstein und Graf Johann Ludwig vorgenommenen Vergleiches sowie aufgrund des erwähnten Urteils nicht mehr das Haus in der Burg bei dem großen Turm, sondern das Haus auf dem Platz in der Stadt Saarbrücken, darin Stephan Poss wohnt und das auf der einen Seite neben Matthis Tegen und auf der anderen Seite neben Wilhelm Kuffer gelegen ist. Weiter erhält er einen Garten in dem Neuland, dazu die folgenden Leibeigenen: die Stieftochter von Kreutz Kantzen von Wolffersheim und ihre Kinder, [die Ehefrau von] Hensel Hoffman zu Kastel und ihr Kind, und zwar wegen ihrer Mutter von Bischofsheim . Dies alles ist dem Grafen von Lamprecht von Kastel heimgefallen. Dazu erhält er noch einen Wiesenplatz genannt die Niederspeck in St. Johann, der früher Heinrich von Eiweiler gehört hatte, und eine Scheuer [in der Hintergasse in Saarbrücken], gelegen zwischen dem Stall von Dietrich Kolb [von Geispolsheim] ( Dietsche Kolben ) und dem Haus von Bleib-im-Land . Außerdem erhält er noch ein zweites Burglehen, und zwar das, das früher Lamprecht von Kastel und nach ihm + Johann von Swapach innegehabt haben, nämlich eine Wiese zu Malstatt in dem Werde, die neben der Wiese von Peter, dem Sohn des Meyers, liegt und auf die Saar stößt, und einen kleinen Wiesenplatz, der zu der gleichen Wiese gehört und an der Almende neben der Pfaffenwiese gelegen ist und früher Friedrich von Malstatt gehört hatte; dazu die Zinsen, die früher Hermann von Eppelbronn zu St. Johann, zu Malstatt, zu Habscheid, zu Burbach und anderen Orten hatte und die sich auf jährlich 8 Malter Roggen, 9 Malter und 7 Fass Hafer Saarbrückener Maas ( Sarbrucker geseyg ), 22 Schilling und zweieinhalb Pfennig sowie die dazu fallenden Hühner gelaufen.

Archive

  • LASb Best. Nassau-Saarbrücken II Nr. 1087 (ehem. HessHStAWi Abt. 121 Urkunden von Eltz, um 1900/1910 nach Koblenz extradiert) - Ausf., Perg., S. anh. – (Ed)