Regest 1466-05-02

Datum: 2 Mai 1466 ; original: Gegeben uff den zweiten dag des maends mey in den Jaren unsers Hern 1466

Inhalt

Johann [III.], Graf zu Nassau-Saarbrücken , Graf zu Heinsberg und zu Löwenberg , überträgt dem Kloster Wadgassen in Fortsetzung des besonders guten Verhältnisses seiner Vorfahren als Gründer, Stifts- und Schirmherren dieses Klosters die uneingeschränkte Hochgerichtsbarkeit in der „Pfarr Wadgassen“. Dadurch sollen Übergriffe der Saarbrücker Amtsleute in Zukunft vermieden und der Eifer für den Gottesdienst, in dem ja seiner Vorfahren, Erben und Nachkommen gedacht werden soll, vermehrt werden. Missetäter sollen in der Pfarr gefangengehalten und abgeurteilt werden, können aber notfalls im Gefängnis zu Saarbrücken festgehalten werden. Der Graf behält aber die Schirmherrschaft, das Recht der Förster, die die Kirchweihe hüten sollen, das Jägerrecht und andere Rechte, die ihm nach dem Jahrgeding des Hofes zu Völklingen zustehen. Die Pflicht zur Anwesenheit bei diesem Jahrgeding wird dem Kloster erlassen. Der Graf bestätigt ferner alle Privilegien und Vergünstigungen, die das Kloster von des Grafen Vorfahren erhalten hat.

Archive

  • 1. LHAKo Best. 218 Nr.290 - Ausf., Perg., drei Siegel erhalten
  • 2. LHAKo Best. 218 Nr. 852 (ehem. Best. 701 Nr. 808) fol. 131 - Abschrift, Papier, Chartular (18.Jh.)