Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-48008
Titel: Meniscal injuries associated to anterior cruciate ligament rupture
Alternativtitel: Begleitverletzungen der Menisken bei Ruptur des vorderen Kreuzbandes
VerfasserIn: Magosch, Amanda Julia
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2026
Erscheinungsort: Homburg/Saar
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Anterior cruciate ligament (ACL) ruptures are among the most frequent knee injuries and are often accompanied by concomitant soft-tissue damage, particularly involving the menisci. This cumulative dissertation investigates ACL-associated meniscal injuries with a specific focus on the posterior horns of the menisci, including the medial meniscus ramp lesion (MMRL), the posterolateral meniscus root tear (PLMRT), and the lateral meniscus posterior horn instability (LMPHI). Through a series of clinical studies based on prospectively collected data and partly derived from a hospital-based ACL injury registry, this thesis aims to advance the understanding of intra-articular soft tissue damage, its biomechanical relevance, and diagnostic strategies that support comprehensive anatomical restoration in ACL-injured knees. The first study demonstrates that the presence of a MMRL in ACL-injured patients is significantly associated with increased dynamic rotatory laxity, as expressed by the pivot shift test, confirming the medial meniscus ramp’s role as a secondary stabilizer in the ACL-deficient knee. The second study analyzes meniscus tear patterns in a large cohort of patients undergoing primary or revision ACL reconstruction, showing that over two-thirds of patients present concomitant meniscal injuries, and more than half of these involve MMRLs and/or PLMRTs. The third study reveals that a high-grade pivot shift is predominantly found in chronic ACL injuries with extensive intra-articular soft tissue damage, leading to the hypothesis of progressive knee decompensation. The fourth and fifth studies introduce and validate the “aspiration test” as a novel diagnostic tool for detecting LMPHI during knee arthroscopy. This technique shows superior sensitivity to conventional probing and identified a LMPHI in nearly one-third of ACL-injured knees, emphasizing its clinical relevance for complete arthroscopic assessment. The synthesis of these findings underscores that ACL injuries rarely occur in isolation but rather represent a complex spectrum of soft tissue damage that compromises joint stability and possibly promotes progressive degeneration. This thesis highlights the crucial importance of systematic arthroscopic exploration, including targeted evaluation of the meniscal posterior horns, to ensure complete anatomic and functional restoration of the knee joint. Furthermore, it advocates for early ACL reconstruction with concomitant meniscus repair to prevent chronic instability and premature degenerative changes.
Rupturen des vorderen Kreuzbandes (VKB) gehören zu den häufigsten Verletzungen des Kniegelenks und gehen oft mit begleitenden Weichteilschäden insbesondere der Menisken, einher. Diese kumulative Dissertation untersucht VKB-assoziierte Meniskusverletzungen mit spezifischem Fokus auf die Hinterhörner der Menisken, einschließlich der medialen Meniskusrampenläsion, des posterolateralen Meniskuswurzelrisses und der Instabilität des lateralen Meniskushinterhorns. Diese Arbeit basiert auf einer Reihe klinischer Studien mit prospektiv erhobenen Daten, teilweise aus einem klinik-internen VKB-Verletzungsregister. Ziel ist es, das Verständnis von intraartikulären Weichteilschäden, ihre biomechanische Bedeutung und die diagnostische Strategie zu verbessern, um eine möglichst anatomische Wiederherstellung des VKB-verletzen Kniegelenkes zu ermöglichen. Die erste Studie zeigt, dass das Vorliegen einer medialen Meniskusrampenläsion bei VKB-verletzten Patienten signifikant mit einer erhöhten dynamischen Rotationslaxität, ausgedrückt durch den Pivot-Shift-Test, assoziiert ist. Dies bestätigt die Rolle der medialen Meniskusrampe als sekundärer Stabilisator im VKB-defizienten Knie. Die zweite Studie analysiert das Verletzungsmuster in einer großen Kohorte von Patienten, die sich einer primären oder erneuten VKB-Rekonstruktion unterzogen, und zeigt, dass über zwei Drittel der Patienten begleitende Meniskusverletzungen aufweisen, wobei mehr als die Hälfte eine mediale Meniskusrampenläsion und/oder einen posterolateralen Meniskuswurzelriss aufweisen. Die dritte Studie zeigt, dass ein stark ausgeprägter Pivot-Shift-Test überwiegend bei chronischen VKB-Verletzungen mit umfangreichen intraartikulären Weichteilschäden vorliegt, was zur Hypothese der progressiven Dekompensation des Kniegelenkes führt. Die vierte und fünfte Studie führen den „Aspirationstest“ als neues arthroskopisches Verfahren zur Diagnose einer Instabilität des lateralen Meniskushinterhorns ein und überprüften seine Validität. Die Methode zeigt eine höhere Sensitivität als die konventionelle Prüfung mit dem Tasthaken und deckt bei nahezu einem Drittel der VKB-verletzten Knie eine Instabilität des lateralen Meniskushinterhornes auf, was ihre klinische Bedeutung für eine vollständige arthroskopische Beurteilung hervorhebt. Die Zusammenfassung dieser Ergebnisse zeigt, dass VKB-Verletzungen selten isoliert auftreten, sondern ein komplexes Spektrum von Weichteilschäden darstellen, welche die Gelenkstabilität beeinträchtigen und eine fortschreitende Degeneration fördern können. Die Arbeit betont die Bedeutung einer systematischen arthroskopischen Exploration, einschließlich der gezielten Beurteilung der Meniskushinterhörner, um eine vollständige anatomische und funktionelle Wiederherstellung des Kniegelenks sicherzustellen. Darüber hinaus spricht sie für eine frühzeitige VKB-Rekonstruktion mit begleitender Reparation der Menisken, um chronische Instabilität und vorzeitige degenerative Veränderungen zu verhindern.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-480089
hdl:20.500.11880/42023
http://dx.doi.org/10.22028/D291-48008
Erstgutachter: Seil, Romain
Tag der mündlichen Prüfung: 8-Jun-2026
Datum des Eintrags: 15-Jun-2026
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Orthopädie
Professur: M - Keiner Professur zugeordnet
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes

Dateien zu diesem Datensatz:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
20260606_Doktorarbeit_final_für upload.pdfCumulative dissertation Amanda Magosch14,04 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.